O-Drive 1200 – Wir bringen ihre OLED zum Leuchten!

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  • Durch Robert Arthur
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O-Drive 1200 – Wir bringen ihre OLED zum Leuchten!

Mit OLEDs ist es kinderleicht, eine Raumbeleuchtung aufzubauen – so dachten wir uns, als wir zum ersten Mal mit dieser neuen Technologie in Berührung kamen.

Man kann die OLED aufgrund der geringen Wärmeentwicklung ohne Kühlung auf fast jedes Material aufbringen und auch der sonst so allgegenwärtige Blendeffekt sowie die notwendigen technischen und ästhetischen Raffinessen zu dessen Vermeidung können getrost ignoriert werden. Einfach anschließen und schon werde es Licht. Anschließen, aber mit welcher Stromversorgung eigentlich?

Der erste Blick geht reflexartig zum Hersteller der OLEDs und führt doch schnell zu Ernüchterung. Einige Firmen verweisen lediglich auf die Anforderungen im Datenblatt sowie die am Markt weitläufig verfügbaren Konstantstromnetzteile. Hauptproblem hierbei ist die relative begrenzte Bandbreite an Ausgangsströmen für Standardnetzteile sowie die Tatsache, dass jedes Netzteil meist auf einen Ausgangsstrom festgelegt ist – der Anschluss mehrerer OLEDs wird so zur echten Herausforderung. Hinzu kommt, dass viele dieser Lösungen im Vergleich zur OLED alles andere als klein und dünn sind, wobei gerade das hauchdünne Applikationsdesign einer der charmanten Pluspunkte der OLED ist.

Andere Hersteller wiederum bieten Treiberlösungen an, allerdings sind diese meist spezifisch auf die Anforderungen des jeweiligen Herstellers zugeschnitten. Prinzipiell muss man also zuerst die gewünschten OLEDs laut Datenblatt auswählen und dann für jeden Typ den benötigten Treiber – soweit überhaupt verfügbar – bestellen. OLED steht für uns aber auch synonym für „ausprobieren“, das experimentelle Spiel von Licht und Form. Da dies aber nur mit der passenden Treiberelektronik möglich ist, beschlossen wir an der für uns unbefriedigenden Situation etwas zu ändern – die Idee zu O-Drive 1200 war geboren, dem weltweit ersten OLED DCDC Treiber seiner Art.

Unsere Hauptüberlegungen beim Design waren es dem Kunden ein Höchstmaß an Flexibilität bei der Entwicklung seiner OLED-Anwendung zu bieten und dabei einen Treiber mit möglichst kleinen Abmessungen zu entwickeln. O-Drive 1200 ermöglicht insbesondere durch seine geringe Bauhöhe ein sehr flaches Applikationsdesign und lässt sich bequem hinter dem OLED-Panel integrieren.

Erstaunlich kompakt: O-Drive 1200
Größenvergleich OLED Treiber Goobay / O-Drive 1200

Was meinen wir mit Flexibilität für den Anwender?

O-Drive 1200 bietet zunächst einmal einen breiten Ausgangsspannungsbereich. Dadurch ist es möglich, sowohl die Panel von LG Display (mit 6 bzw. 8,5V Eingangsspannung) als auch die OLEDs anderer Hersteller zu betreiben.

Kernelement ist der einstellbare Ausgangsstrom, der über den Dipschalter zwischen 8 Stufen variiert werden kann. Somit können mit O-Drive 1200 OLEDs verschiedenster Größen und Farbtemperaturen von allen namhaften Herstellern betrieben werden. Der integrierte Dimmer erlaubt zusätzliches Variieren der Helligkeit.

O-Drive 1200 eignet sich ideal zum Betrieb von OLED-Arrays mit bis zu 16 OLEDs in einer Applikation – betrieben mit nur einem Treiber.

Praktisch ermöglicht unsere Treiberlösung eine vollkommen neue Herangehensweise bei der Neuentwicklung von OLED-Lösungen. Designer können O-Drive 1200 mit verschiedensten Panelgrößen und –typen kombinieren und mit einem Treiber experimentell die optimale Helligkeit für das jeweilige Produkt bestimmen – ganz einfach durch ausprobieren. Was heißt das konkret?

Die voreingestellten Ausgangsströme sind so gewählt, dass fast alle OLEDs von LG Display mit ihrem im Datenblatt angegebenen Nominalstrom betrieben werden können. Aufgrund des Zusammenwirkens von Strom, Helligkeit und Lebensdauer ist es aber auch möglich, die Helligkeit der OLED durch einen höheren Eingangsstrom zu steigern – innerhalb der vom Hersteller vorgegebenen Toleranzen natürlich. Beispielsweise wird das 10x10cm Panel von LG Display in 2700K nominal mit 150mA angegeben. Betreibt man die OLED aber mit der nächsten Stufe bei 250mA, so lässt sich proportional zum Strom auch die Helligkeit um ca. 66% erhöhen – bei gleichzeitiger Verringerung der Lebensdauer allerdings. Zusätzlich kann der Nutzer den Strom über den integrierten Trimmer auf bis zu 55% der eingestellten Stufe reduzieren. O-Drive 1200 ermöglicht so das optimale ausbalancieren von OLED Helligkeit und Lebensdauer für eine bestmöglich Applikationsintegration.

Welche Applikationen profitieren besonders von O-Drive 1200?

Insbesondere Anwendungen mit mehreren OLEDs profitieren vom Einsatz eines kleinen DCDC-Treibers, da sich eine Reihe von OLEDs in Reihen-Parallelschaltung miteinander kombinieren lassen. Ideal eignet sich O-Drive 1200 auch für alle batteriegestützten Anwendungen, da der Treiber direkt an die Batterie angeschlossen werden kann.

OLEDs werden unserer Meinung nach dann erfolgreich sein, wenn die Applikation die Stärken des Produktes im Vergleich zu anderen Leuchtmitteln hervorhebt und dem Nutzer damit einen echten Mehrwert bringt – reine Retrofitprodukte werden es schwer haben. Dieser Prozess erfordert kreative Köpfe und wir sind überzeugt, dass wir mit O-Drive 1200 in Verbindung mit den OLEDs das richtige Handwerkszeug bereitgestellt haben.

Für technische Fragen sowie Volumenpreise erreichen sie uns mittels shop@organic-lights.com.

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